„Wir sind das Volk“ ist aktueller denn je
Der bayerische Fraktions- und stellvertretende Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, hat die historischen Ereignisse von 1989 und die Hilfsbereitschaft der Bürger während der Ausreisewelle aus der DDR gewürdigt.
Aiwanger sagte, viele Gemeinden hätten damals uneigennützig und unbürokratisch Hilfe geleistet, um den gewaltigen Strom ausreisewilliger DDR-Bürger zu bewältigen.
Aiwanger findet dies auch zwanzig Jahre nach den historischen Ereignissen vom Wendeherbst 1989 beachtlich: „Kommunalpolitiker und Privatleute, das Technische Hilfswerk, das Rote Kreuz, Polizei und Bundesgrenzschutz und viele andere mehr – sie alle haben damals sofort geholfen, obwohl sie den Ausgang der friedlichen Revolution in der DDR und damit auch den Fall der Mauer nicht vorhersehen konnten.“
Letztlich hätten damals mutige Bürger eine vernünftige Politik durchgesetzt. Aiwanger weiter: „Die Regierung der DDR hatte das Vertrauen ihrer Landsleute längst verloren und wurde deshalb durch eine Politik von unten und eine Abstimmung mit den Füßen abgelöst.“
Ein Glücksfall in der Deutschen Geschichte, dass die Wiedervereinigung unblutig abgelaufen ist. Damals, wie heute gilt der Anspruch der Bürger an die Politik, nicht Parteiinteressen oder Weltanschauungen, sondern die Interessen der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Aktuell geht es darum soziale Missstände abzubauen und den inneren Frieden sicherzustellen. „Wir müssen alle Register ziehen, ob in der Familienpolitik, Bildungspolitik, Arbeitsmarkt und Wirtschaftspolitik usw., damit jedes Mitglied dieser Gesellschaft einen entsprechenden Platz einnehmen und ein menschenwürdiges Leben in Wohlstand führen kann“, fordert Aiwanger weiter.
Auch das heutige, im europäischen Haus friedlich wiedervereinte Deutschland könne von der damaligen Aufbruchsstimmung profitieren. Aiwanger zieht eine Parallele zur Gegenwart: „Auf den Montagsdemonstrationen in Leipzig, Berlin und Dresden skandierten die Menschen damals „Wir sind das Volk“. Dies zeigt, wie wichtig es gerade für uns Politiker ist, eigene Auffassungen und Standpunkte immer wieder zu überprüfen und sie an der Lebensrealität der Bürgerinnen und Bürger zu messen. Nur so stellen wir sicher, dass die Entwicklungsperspektiven der Menschen gestärkt, der soziale Friede gewahrt und Probleme nachhaltig gelöst werden.“



