
Ratsherr Torsten Jung
Lärmschutz für Anwohner
Empelde
Immer wieder nutzen Autofahrer die Breite Straße, um möglichst schnell in die Ortsmitte an der Nenndorfer Straße zu gelangen.
Wenn es nach den Freien Wählern geht, soll diese Abkürzung in Zukunft unattraktiv werden. Die Wählergemeinschaft um Ratsherr Torsten Jung fordert eine Einbahnstraßenregelung: Fahrzeuge sollen die Breite Straße nur noch in Richtung Ronnenberg nutzen dürfen. „Die Anlieger fühlen sich schon seit Jahren vom Lärm der Fahrzeuge gestört“, sagt Jung.
Wegen der Anwohnerproteste habe die Stadtverwaltung auf der Straße vor einiger Zeit Blumenkübel zur Verkehrsberuhigung aufstellen lassen. „Der Durchgangsverkehr ist aber immer noch problematisch“, sagt Jung.
Mit ihrer Forderung nach einer Einbahnstraßenregelung wollen die Freien Wähler den gesamten Verkehr über die Hirtenstraße zur Berliner Straße leiten. „Seitdem die Postfiliale in der Straße Am Rathaus geschlossen wurde, gibt es wenig Argumente, beide Fahrtrichtungen der Breiten Straße freizuhalten“, sagt Jung. Eine Verlagerung des Verkehrs in Richtung Stille Straße befürchtet er nicht: „Dort stören die Berliner Kissen auf der Fahrbahn.“
Ronnenbergs Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler hält eine Einbahnstraße für unnötig. Ein Gutachten habe ergeben, dass die Verkehrsberuhigung auf der Breiten Straße optimal sei. „Auch vor dem Hintergrund der geplanten zweiten Ortsmitte am Haus Op de Deel ist der Vorschlag unsinnig“, sagt Zehler.
Er verweist auf die geplante Verlängerung der Berliner Straße. „Damit soll die Verkehrssituation in den Wohnbereichen entschärft werden.“ Diese Pläne hält Jung für ungeeignet: Er glaubt nicht, dass die Trasse realisiert werden kann. „Außerdem würde der Lärm nur verlagert“, sagt der Empelder. Sein Vorschlag: Die Stadt soll das für die Berliner Straße vorgesehene Geld in die Seniorenarbeit investieren.
Quelle: Neue Presse – Calenberger Zeitung – Ingo Rodriguez
